Kündigungschutz​ & Abfindung

Abfindung nach Kündigung
​Empfehlung vom erfahrenen Anwalt für Arbeitsrecht in München

Sie haben eine Kündigung erhalten?! Jetzt ist Eile geboten. Zur Sicherung von Ansprüchen muss die Kündigungsschutzklage innerhalb von drei Wochen erhoben werden. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt zu uns auf. Wir beraten!

​Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Kündigung stellt den größten arbeitsrechtlichen Mandatskreis in meiner Kanzlei da. Ich entwickle Strategien und Taktiken, um aus der bedrückenden Situation das beste Ergebnis für Sie zu erreichen.

Der Erhalt einer Kündigung durch den Arbeitgeber stellt häufig einen mittelgroßen Schock dar. Oft kommt die Beendigung unerwartet, die Kündigung wurde nicht angekündigt und auch nicht besprochen, sie liegt schlicht im Briefkasten. Nach den ersten Gedanken über die finanziellen Auswirkungen und der obligatorischen Meldung bei der Arbeitsagentur muss der Weg zum arbeitsrechtlich qualifizierten Rechtsanwalt führen.

Musterbild Kündigung und Abfindung | Anwalt für Arbeitsrecht München

Kündigung und Abfindung, ​Ihr Anwalt für Arbeitsrecht in München hilft ​sofort

​Eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses muss nicht tatenlos hingenommen werden. Die erste Prüfung, ob die Kündigung wirksam oder unwirksam ist, ob das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet und welche Erfolgsaussichten eine Klage zum Arbeitsgericht hat, kann ein erfahrener Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht in einem ersten Gespräch prüfen. In dieser Erstberatung sollen auch Strategien und Ziele besprochen werden. Die meisten meiner Mandanten wünschen sich die Abfindung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses, andere planen mit einer Wiederaufnahme des gekündigten Arbeitsverhältnisses, weil der Arbeitsmarkt eine adäquate Anschlussbeschäftigung auf die Schnelle nicht hergibt oder andere persönliche Gründe (wie z.B. das Alter oder eine Krankheit) der schnellen Aufnahme einer neuen Tätigkeit entgegenstehen.

Fristgerechte Kündigungsschutzklage innerhalb drei Wochen

Die wichtigste Regel ist aber, dass bei einer unwirksamen Kündigung fristgerecht eine Kündigungsschutzklage zum zuständigen Arbeitsgericht erhoben werden muss. Die im Gesetz vorgesehene Klagefrist beträgt drei Wochen ab Zugang (nicht etwa Kenntnis) der schriftlichen Kündigung. Die Kündigung ist auch zugegangen, wenn sie während des Urlaubs des Arbeitnehmers im Briefkasten landet und sie erst viel später vorgefunden wird. Auch in diesen Fällen müssen sie nicht verzweifeln. Die Kündigungsschutzklage kann nachträglich zugelassen werden. Das Arbeitsgericht prüft im Verfahren, ob die Kündigungsfrist eingehalten wurde, ob Kündigungsgründe vorliegen oder ob die Kündigung aus sonstigen Gründen unwirksam ist. Kommt das Arbeitsgericht zu dem Ergebnis, dass die Kündigung fehlerhaft ist, endet das Arbeitsverhältnis nicht und ist fortzuführen.

​Eine Fortführung dieses – oft extrem zerrütteten Vertragsverhältnisses – ist weder im Interesse des Arbeitgebers, noch will der Arbeitnehmer unter diesen Umständen weiterarbeiten. Der Gesetzgeber hat im Kündigungsschutzgesetz keine Lösung für dieses Problem. Im Wege der Rechtsfortbildung durch die Gerichte hat sich aber eine Abfindungslösung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses etabliert. Im ersten Gütetermin des arbeitsgerichtlichen Verfahrens wird in den meisten Fällen ein Vergleich geschlossen: Das Arbeitsverhältnis endet, der Arbeitnehmer erhält eine Abfindung, seinen Lohn bis zur Beendigung und das Arbeitszeugnis.

​​Kündigung und Abfindung, die Berechnung

Eine Berechnung der Abfindung kann in keinem Fall pauschal erfolgen. Die Abfindungshöhe orientiert sich zunächst an der einfachen Formel: Der Arbeitnehmer erhält ein halbes Bruttomonatsgehalt je Beschäftigungsjahr. Daran kann man sich immer orientieren. Die genaue Höhe der Abfindung ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen. Sie hängt davon ab, ob eine Kündigung gänzlich ausgeschlossen ist (z.B. bei Schwangerschaft oder Mutterschutz) oder auf den ersten Blick wirksam erscheint, weil der Betrieb geschlossen wird. In Fällen, in denen eine Kündigung unmöglich erscheint, der Arbeitgeber den Mitarbeiter dennoch nicht weiter beschäftigen möchte, ist immer eine höhere Abfindung zu verhandeln. In der nachfolgenden Übersicht lässt sich das gut darstellen:

Faktor der Abfindung

Voraussetzungen

0

das Kündigungsschutzgesetz findet sicher keine Anwendung (Probezeit, sehr kleiner Betrieb)

<0,25

das Kündigungsschutzgesetz findet sehr wahrscheinlich keine Anwendung, eine Abfindung ist für den Arbeitgeber allenfalls eine „Lästigkeitsentschädigung“

0,25

Das Kündigungsschutzgesetz findet wahrscheinlich Anwendung, die Kündigung könnte aber wirksam sein

0,5

Das Kündigungsschutzgesetz findet Anwendung, es ist unklar ob Kündigungsgründe vorliegen, es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass die Kündigung wirksam ist (betriebsbedingte Kündigung, Beweisprobleme einer verhaltensbedingten Kündigung)

1,0

Das Kündigungsschutzgesetz findet Anwendung, die Kündigung ist wahrscheinlich unwirksam (erhebliche Beweisprobleme bei einer verhaltensbedingten Kündigung oder Verfahrensfehler bei einer personenbedingten Kündigung

>1,0

Das Kündigungsschutzgesetz findet Anwendung, die Kündigung ist unwirksam

Unterstützung durch einen Anwalt für Arbeitsrecht in München

Entscheidend ist, dass das Risiko vollständig ermittelt und richtig eingeschätzt wird. Dabei kann ich Ihnen mit meiner Erfahrung aus den letzten Jahren meiner arbeitsrechtlichen Tätigkeit beratend und vertretend zur Seite stehen.

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