Kündigungsschutz

Kündigungsschutz
und Abfindung

Will der Arbeitnehmer eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses nicht einfach hinnehmen, muss die Kündigung mit einer Kündigungsschutzklage zum zuständigen Arbeitsgericht angegriffen werden. Die Klagefrist hierfür beträgt drei Wochen ab Zugang (nicht etwa Kenntnis) der schriftlichen Kündigung. Unter Umständen ist die nachträgliche Zulassung einer verspäteten Klage möglich.

Das Arbeitsgericht prüft im Verfahren, ob die Kündigungsfrist eingehalten wurde, ob Kündigungsgründe vorliegen oder ob die Kündigung aus sonstigen Gründen unwirksam ist. Kommt das Arbeitsgericht zu dem Ergebnis, dass die Kündigung fehlerhaft ist, endet das Arbeitsverhältnis nicht und ist fortzuführen.

Die Fortführung dieses – oft extrem zerrütteten Vertragsverhältnisses – ist weder im Interesse des Arbeitgebers noch will der Arbeitnehmer unter diesen Umständen weiterarbeiten. Wie löst man dieses Problem? Im Gütetermin des arbeitsgerichtlichen Verfahrens wird ein Vergleich geschlossen: Das Arbeitsverhältnis endet, der Arbeitnehmer erhält eine Abfindung. Eine Berechnung der Abfindung kann nicht pauschal erfolgen. Die Abfindungshöhe orientiert sich an der Faustformel: ½ Bruttomonatsgehalt je Beschäftigungsjahr. Die konkrete Höhe der Abfindung ist jedoch immer vom Einzelfall abhängig, genauso wie die Frage, wieviel Nettoabfindung dann tatsächlich ausgezahlt wird. Bei der Besteuerung der Abfindung findet die sogenannte Fünftel-Regelung (§ 34 EStG) Anwendung.

Sie haben Fragen oder wollen Ihre Ansprüche prüfen lassen, ich biete Ihnen ein Erstgespräch an und bewerte Chancen und Risiken. Rufen Sie mich an oder nutzen Sie das nachfolgende Kontaktformular.

​Wir sind für Sie da:

​Benötigen Sie einen Anwalt für Arbeitsrecht oder Verkehrsrecht? Schildern Sie ​​uns Ihr Anliegen. ​Wir  helfen Ihnen auch kurzfristig.

klose@hk-recht.de

Aus meinem Blog

Kündigung einer Schwangeren
Grundsätzlich bedarf eine Kündigung keiner Begründung. Ausnahmen ergeben sich, wenn der Arbeitgeber in der Regel mehr als 10 Beschäftigte hat[...]
Kauf mit Mängeln – wer trägt die Beweislast im gerichtlichen Verfahren?
Eine Ausnahme regelt § 476 BGB. Zeigt sich bei einem neu gekauften Gerät, das ein Verbraucher von einem Unternehmer kauft,[...]
Was muss ins Handelsregister?
Bei der Frage, was im laufenden Geschäftsverkehr ins Handelsregister einzutragen ist, unterscheidet man eintragungspflichtige von eintragungsfähigen Tatsachen. Eintragungspflichtig ist, was[...]